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Frauen

Depressionen erhöhen das Risiko einer Herzerkrankung

Frauen, die unter Depressionen leiden, haben ein bis zu 70% höheres Risiko am Herzen zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kamen kanadische Forscher im Rahmen einer Studie.

Dass Trauer, Angst und Verzweiflung "ans Herz" gehen können, ist nicht nur im Volksmund hinreichend bekannt. Genau zu diesem Ergebnis kamen kanadische Wissenschaftler der Universität von Montreal bereits zu Beginn des Jahres. Sie konnten nachweisen, dass Herzpatienten mit Depressionen ein doppelt so hohes Risiko haben, innerhalb von zwei Jahren ein akutes Herzproblem zu entwickeln. Nun veröffentlichte ein zweites kanadisches Forscherteam seine Ergebnisse. Demnach sind insbesondere Frauen anfällig für diese Verkettung von seelischen und körperlichen Erkrankungen.

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Im Rahmen der Studie wurden etwa 5000 Männer und Frauen untersucht. Sie wurden zwischen den Jahren 1994 und 2006 medizinisch begleitet und mussten regelmäßig Rede und Antwort zu ihrem gesundheitlichen Befinden stehen. Unter den Versuchsteilnehmern entwickelten bis zum Jahr 2006 etwa 15% aller Frauen und 19% aller Männer eine Herzerkrankung. Von besonderem Interesse für die Forscher war dabei die mögliche Verbindung zwischen Lebenswandel und Risiko der Probanden.

Die Auswertung der Studie ergab, dass Frauen, die zu Beginn der Untersuchung älter als 40 Jahre waren, stärker gefährdet sind, wenn sie gleichzeitig unter Depressionen leiden. Laut Untersuchungsleiterin Heather Gilmore lag das Risiko einer depressiven Versuchsteilnehmerin dabei etwa 70 Prozent über dem nicht-depressiver Frauen.

Erstaunlicherweise konnte die selbe Verbindung bei männlichen Versuchspersonen nicht festgestellt werden. Das Risiko der männlichen Versuchsteilnehmer, die unter einer Depression litten, lag nicht einmal ein Prozent über dem der nicht-betroffenen Männer. Heather Gilmore räumt ein, dass diese Beobachtung nicht als gesichert angesehen werden kann, da andere Studien keinen signifikanten Geschlechtsunterschied nachweisen konnten. Womöglich müsste die Studie noch einmal über einen längeren Beobachtungszeitraum durchgeführt werden, um mehr Klarheit zu bekommen.


Quelle: Nach Informationen von "The Canadian Press"
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Mar 12, 2009


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